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...Gustav stieg aus seinem Bettchen und lief mit Samba so schnell er nur laufen konnte |
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zum Bach, um der Sonne seine Nase entgegenzustrecken, denn dort ging sie auf und |
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schien besonders schön. |
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Mit großer Ausdauer hielt Gustav der Sonne seine Nase entgegen, Penelope´s Warnung |
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hatte er längst vergessen. Die Frau Sonne schien prächtig und hatte all ihre Strahlen auf |
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Gustav´s Nase gerichtet. Gustav aber, in seiner Ungeduld, merkte nicht, wie seine Nase |
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allmählich feuerrot wurde und verbrannte. Erst als sie am Abend hinter den Bäumen |
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versank, machte er sich auf den Heimweg um seine neue Nase anzuschauen. |
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Penelope saß schon auf der Fensterbank und erwartete ihn. Sie erschrak, als sie ihn sah. |
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Seine Nase sah gar nicht lustig aus, nur eine Sommersprosse saß auf der Nasenspitze und |
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war sehr einsam. Sie sah aus, als gehöre sie gar nicht dorthin. |
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Gustav lief eilig zum Spiegel und schaute auf seine Nase, sie wollte ihm nicht gefallen, sie war dick, rot und tat fürchterlich weh. |
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Die Sommersprosse gefiel ihm auch nicht. Sommersprossen sehen wohl nur auf Pünktchen´s Nase lustig aus,dachte er. Er setzte sich |
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auf sein Bettchen und weinte bitterlich. Plötzlich hörte er ein lautes Schluchzen, er hielt inne und erblickte eine dicke, rote Nasensorge, |
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die ihn sehr vergrämt
anschaute. |
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„Warum hast du mich gemacht?“ Fragte sie ihn erbost.
Gustav sah sie sehr hilflos an. |
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„Ich will dich doch gar nicht,“ sagte er zaghaft, „
ich will doch so gerne meine alte Nase wiederhaben,“ klagte er weiter. |
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Die kleine Wolke aber hatte zugehört, stand auf und schwebte zu den beiden, setzte sich auf Gustav´s Schulter und blies die dicke rote |
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Nasensorge zum Fenster hinaus. |
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Gustav´s Nase aber kühlte sie mit vielen Wolkenküssen. |
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Er freute sich, denn nun wußte er, daß er seine alte Nase bald
wiederhaben würde. |
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